In der Grotte St. Marcel
6. Tag Kultur und Shopping
Irgendeinmal haben auch die grössten Kanufans genug vom Kanufahren und so machen wir uns einen ruhigen Tag.
Wir entscheiden uns dazu die Grotte Saint Marcel zu besichtigen. Diese Grotte wurde 1989 entdeckt und ist heute auf 52 Kilometern erforscht. Zusammen mit einer Führerin erreichen wir durch einen 600m langen Tunnel die Höhle. Wir sind überwältigt von Formen und Farben der Tropfsteine. Die Höhle wurde durch einen Fluss gefressen. Einer der imposantesten Gänge hat einen Durchmesser von ca. 15m und ist mehr als 10km lang. Wir sehen Sinterbecken, Tropfsteine und Sääle mit Name wie Cathedrale und Salle du Roi. Unvergesslich.
Nach der anstrengenden Höhlenbesichtigung haben alle schon wieder grossen Appetit. Wir besuchen ein kleines Restaurant an der Aussichtsstrasse.
Nach dem Essen entscheiden wir uns gegen das Lavendelmuseum und für einen Fahrt nach Vallon Pont d'Arc. Dort können Cornelia, Andrea und Paul shoppen, Dani und Rolf machen sich auf den Fussweg zurück zum Zeltplatz und ich schaue mir die Ausstellung zur Grotte Chauvet an.
In der Grotte Chauvet wurden 1994 die ältesten Höhlenmalereien der Welt entdeckt. Über 450 Darstellungen von Tieren haben die KünstlerInnen vor 35000 Jahren mit Holzkohle und Farben aus Mineralien an die Wände gemalt. Die Bilder sind von hohem künstlerischem Wert und zeigen das grosse handwerkliche Können, dass diese Menschen aus der Steinzeit schon hatten. Die Ausstellung ist gut gemacht und gibt einen guten Eindruck vom unermesslich wertvollen Schatz, welcher sich in dieser Höhle befindet.
Die Höhle selbst kann man nicht besichtigen. Sie wurde auf Wunsch der Entdecker wieder verschlossen. So dass die Kunstwerke noch tausende von Jahren weiter exisitieren.
Am Abend gehen wir nach Ruoms und essen wieder einmal wunderbar. Ein würdiger Abschluss einer tollen Woche.
7. Tag Rückreise
Als ich aufwache höre ich, wie die Regentropfen auf mein Zelt prasseln. Der erste richtige Regen diese Woche. Ich denke, dieses Wetter ist ja ideal. So fällt uns der Abschied von der Ardèche nicht schwer.
Nach einem ausgiebigen Frühstück am Tisch unter unseren grossen Blache, packen wir unsere sieben Sachen zusammen und verladen sie in den Bus.
Mit ein paar Pausen fährt uns Paul in neun Stunden zurück in die Schweiz.
Alle TeilnehmerInnen sind sich einig. Wir kommen wieder an die Ardèche.
Telefon +41 71 244 45 23 aktiv@trango.ch

