Masuren

Masurische Impressionen

Entdecken Sie die Masurische Seenplatte in einer Gruppe per Elektrofahrrad, ein unver­gessliches Reiseerlebnis!

Vor der idyllischen Kulisse dichter Wälder und stiller Seen erkunden Sie eine der reizvollsten Landschaften des früheren Ostpreußens und tauchen ein in deren 800-jährige Geschichte. Stille Ufer laden zum Picknick ein und einsame Buchten locken zum erfrischenden Bad. In Masuren scheint die Zeit stehen geblieben, hier kann man noch eins sein mit sich und der Natur.

Lassen Sie die prachtvolle Wallfahrtskirche Heiligelinde auf sich einwirken, tauchen Sie ein wenig ein in das dunkle Kapitel deutscher Geschichte beim Besuch der Wolfsschanze und erobern Sie die vielen kleinen Dörfer, die Sie während Ihrer Tour durchradeln. Vor allem aber genießen Sie die beschauliche Ruhe dieser zauberhaften Landschaft.

250 Kilometer Strecke führen Sie durch ebenes bis hügeliges Gelände mit wenigen geringen Steigungen, auf teilweise sandigen Wald- und Wiesenwegen sowie auf Asphaltstraßen mit wenig Verkehr. Etwas Kondition ist für diese Reise erforderlich.

Detailprogramm

1. Tag

Individuelle Anreise nach Masuren
Individuelle Anreise, je nach Ankunftszeit erfolgen Tourbe­sprechung und Radaus­gabe am Abend oder am nächsten Vormittag. Die Übernachtung erfolgt in Mragowo [Sensburg].
Infos zur Anreise aus der Schweiz in die Masuren

2. Tag

Mragowo – Ketrzyn (ca. 55 km)
Verträumte Dörfer mit klappernden Störchen, eiszeitliche Rinnenseen, Wiesen und Felder begleiten Sie nach Ketrzyn [Ras­­­tenburg]. Die Wallfahrtskirche Swieta Lipka [Heiligelinde], ein barockes Kleinod, lädt zum Besuch ein. Sehenswert sind das geschmiedete Portal und das Orgelspiel mit seinen beweglichen Figuren. Ein Ab­stecher zur gotischen Burg Reszel [Rössel] lohnt, bevor Sie Ihr Tagesziel Ketrzyn erreichen. In der mittelalterlichen Wehrkirche befindet sich ein Bild aus der Schule Lukas Cranachs.

3. Tag

Ketrzyn (ca. 60 km)
Per Rad zu Schloss Steinort, einst im Besitz der Grafen Lehndorff. Trotz sichtbaren Verfalls vermittelt es  noch immer einen interessanten Eindruck der früheren Pracht ostpreußischer Landgüter. Der letzte Schloss­herr, Heinrich von Lehndorff, wurde wegen seiner Beteiligung am Attentat auf Hitler 1944 hingerichtet. Nach einem Stopp an der landschaftlich reizvollen See-Enge zwischen Mauer- und Dargainersee führt der Weg zur Wolfs­schanze, dem einstigen Führerhaupt­quar­tier. Die gewaltigen Überreste sind ein beklemmendes Mahnmal an das dunkel­ste Kapitel deutscher Geschichte. Ein Gedenkstein erinnert an den Widerstand vom 20. Juli 1944.

4. Tag

Ketrzyn – Nikolaiken (ca. 52 km)
Besuchen Sie in der ehemaligen Schäferei in Owczarnia das kleine Heimatmuseum, bevor Sie Ihren Weg über Nakomiady fortsetzen, wo sich ein Blick auf das kleine, renovierte Schlösschen mit seinem schönen alten Garten lohnt. In Ryn [Rhein] lohnt ein Besuch der Ordensburg, hier ist heute ein mondänes Hotel untergebracht. In Zondern vermittelt ein 200-jähriges Bauerhaus das bäuerliche Leben zu Großmutters Zeiten. Teilweise am Talter Gewässer entlang geht es nach Nikolaiken. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Strecke Ryn - Nikolaiken mit einem Schiff zurückzulegen (fakultativ, bei Gruppenreise enthalten).

5. Tag

Nikolaiken (ca. 10/55 km)
Allenstein ist nicht nur eine der wichtigsten, sondern auch eine der schönsten Städte der Region. Ein Spaziergang durch die interessantesten Ecken der mit Nikolaus Kopernikus verbundenen Stadt lohnt auf jeden Fall. Anschließend radeln Sie los nach Masuren. Viele Seen, dünn besiedelte Gegenden und eine leicht hügelige Landschaft laden zu Badepausen und Picknicks ein. Ihr Übernachtungsquartier liegt in dem kleinen Dorf Sorkwity direkt am See.

6. Tag

Nikolaiken – Aktiv-Resort Masurische Seen/Umgebung (ca. 30 km)
Radtour zur altertümlichen Fähre Wierzba und Besuch der Biologischen Station Popielno. Hier wird der Tarpan (urzeitliche Pfer­derasse) rückgezüchtet und ausgewildert. Wejsuny [Weissuh­nen] mit seiner hübschen, im Ordensstil erbauten Dorfkirche, besticht durch einige alte masurische Häuschen vom Ende des 19. Jh. In einem davon ist eine Heimatstube eingerichtet. Kurz danach erreichen Sie Ruciane Nida, beliebter Seglertreff und Urlaubsort. Über die Schleuse Guzianka kommen Sie zum Tagesziel Aktiv-Resort in Piaski oder Umgebung. Alternativ Rückfahrt nach Nikolaiken und per Schiff nach Piaski, weiter per Rad zur gebuchten Unterkunft.

7. Tag

Rund um Piaski/Umgebung (ca. 42/48 km)
Die Tagesetappe verbindet Wojnowo [Eckertsdorf] auf direktem Weg mit Krutyn [Kruttinnen]. In Wojnowo liegt inmitten herrlicher Naturlandschaft das russisch-orthodoxe Kloster der Philipponen. Die sog. Altgläubigen ließen sich 1825 hier nieder. Ihre Häuser und die Holzkirche mit goldenem Zwiebelturm verweisen auf das russische Erbe der Glaubens­flücht­linge. Das ausgedehnte Waldgebiet der Johannis­burger Heide wird durchzogen von der Krutynia, einem glasklaren Flüsschen, das reich an Fischen und Krebsen ist. Eine Stocher­kahnfahrt gilt als Höhepunkt jeder Masurenreise. Ausgangsort ist das Dorf Krutyn, wo man auch masurische Handarbeiten, Souvenirs und Kunsthandwerk kaufen kann. Sehr reizvoll ist die Einkehr in einem Lokal mit Terrasse direkt am Fluss, wo fangfrischer Fisch serviert wird. Rückfahrt über Galkowo mit dem Reiterhof Gut Feren­stein und dem Forsthaus, heute ein nostalgisches Restaurant.

8. Tag

Abreise
Zum Reisebeginn bzw. -ende bietet sich eine Zusatznacht in Warschau an, einer pulsierenden Metropole mit vielen Sehenswürdigkeiten und interessantem Kulturprogramm. Gerne buchen wir für Sie auch eine Verlängerungswoche im » Aktiv-Resort „Masurische Seen“ in Piaski.

Programmänderungen bleiben vorbehalten.


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